Christoph Büscher

“Das neue Bürgerhaus bietet die einmalige Chance, auch einen wirtschaftlichen Impuls für unsere "Kulturstadt Staufen" zu setzen. Ein professionelles Nutzungskonzept sollte aus der Mitte des Gemeinderats kommen. Dafür möchte ich mich gerne einsetzen.”

Das zu Recht weithin beachtete kulturelle Leben in Staufen ist seit Jahrzehnten durch eine Vielzahl von Einrichtungen geprägt. Dabei werden diese nach Kräften von der Stadtverwaltung und insbesondere durch die CDU-Fraktion im Stadtrat unterstützt. Die aktuelle Frage ist, ob das für das so selbstverständlich angenommene und uneingeschränkt positiv bewertete Kulturleben der Stadt Staufen in dieser Form allein zukunftsfähig ist (und den Ansprüchen genügt) oder ob es nicht der stärkeren institutionellen Einbindung an die Stadt Staufen bedarf.

Im Zusammenhang der Pläne für ein neues Bürgerhaus in Staufen tritt drängend die Frage nach einer vernünftigen Nutzung sowie der Ausstattung und der voraussichtlichen Aufwendungen für den Betrieb des Bürgerhauses in den Vordergrund. Ein Haus zu bauen ist das Eine – es mit Leben zu füllen, das Andere und stellt möglicherweise die fast noch anspruchsvollere Aufgabe dar. Dieser Aufgabe sollten sich Verwaltung und Stadtrat so bald wie möglich stellen, da es eine offensichtliche Wechselwirkung zwischen Bau und Betrieb eines Gebäudes gibt und sich eine möglichst zeitgleiche Vorgehensweise empfiehlt. Die Form sollte nicht vom Inhalt getrennt werden.

Darüber hinaus wäre es nach meiner Überzeugung nötig, eine klar erkennbare Marke (z.B. mit der Bezeichnung: „Kulturstadt Staufen“) zu konzipieren und deren Entwicklung über einen langen Zeitraum professionell zu begleiten. Dies würde eine ökonomisch fundierte Nutzung des Potentials „Bürgerhaus“ eröffnen und zu einer Imageverbesserung für die Stadt, zu Impulsen für die Sicherung des Wirtschafts- und Tourismusstandorts und zu höherer Prosperität durch „Umwegrentabilität“ führen. Andere Städte und Gemeinden haben die positiven Auswirkungen einer professionell gesteuerten Kulturentwicklung bereits erkannt.

Das kulturelle Leben in Staufen liegt mir seit meiner Zeit als Leiter der Jugendmusikschule Südlicher Breisgau in den 80er/90er Jahren sehr am Herzen. Ich möchte gerne meine berufliche Erfahrung in den Bereichen Kulturmanagement/Kulturmarketing, die ich in 20-jähriger Tätigkeit in verschiedensten Einrichtungen im In- und Ausland (die letzten 20 Jahre im öffentlich-rechtlichen Rundfunk) erworben habe, einbringen.

Ich danke Ihnen herzlich für Ihre Unterstützung – und Ihre Stimme bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019!